Woher kommen eigentlich diese verdammten Motten im Müsli?

10 Dez 2008
Von DaTom • Einfach so. Wirtschaft.

Dem letzten grossen Hausfrauenmysterium auf der Spur

Das ewig schlechte Sauberkeitsgewissen und die Entwarnung dazu

Alle kennen diese Viecher. Niemand aber gibt gerne zu, die schon mal durch die Küche gejagt zu haben. Denn nur die weniger Reinlichen unter uns werden von diesen Schmetterlingstieren befallen. Sagte schon unsere Mutter, oder noch schlimmer: Schwiegermama. Nach der Lektüre dieses Beitrages nun werden wir den Muttis hochaufgerichtet und selbstbewusst in die Augen schauen und mit fester Stimme sagen: Quatsch!

Der Spiegel hat sich in seiner letzten Ausgabe ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Eigentlicher Aufhänger der Story ist die Lösung des Problems. Der Autor stellt eine hochwirksame, rein biologische Waffe vor.

Hauptgrund ist nämlich meistens einfach die falsche Aufbewahrung und Überlagerung der Lebensmittel. Die kleinen Biester werden oft schon mit dem Einkauf ins eigene Heim transportiert. Weil die Larven nach dem Schlüpfen bloss haarfein sind, können sie in jede Plastik- oder Papierverpackung eindringen. Einmal befallen, sollten die Lebensmittel entsorgt werden. Sie können die Gesundheit gefährden. Nur dichtschliessende Vorratsbehälter bieten ausreichenden Schutz.

Alternative Lösung bei hartnäckigem Befall. Einsatz von Nützlingen

Der natürliche Feind der Motten ist die Schlupfwespe. Sie ist weniger als 0.5 mm gross und verrichtet ihre Arbeit unbemerkt. Sie ist ein Parasit und tötet die Motte noch in ihrem Ei. Dann zieht sie zielsicher weiter und sucht weitere Mottenopfer. Ein Unternehmen in Deutschland bietet über ihre Vertriebspartner auch in der Schweiz eine Art Abo an. Damit bekommt man eine Schlupfwespenkolonie auf einem Kartonkärtchen. Mit der Post. Etwa 15’000 Schlupfwespeneier. Die Kärtchen verteilt man in der Küche. Den Rest machen die Tierchen alleine. Sie schlüpfen innert wenigen Tagen und nehmen sofort ihre Arbeit auf. Nach drei Wochen bekommt man die nächste Lieferung. Eine Lieferung später und nach zehn Wochen sollte es definitiv Aus sein, mit den Motten. Und auch mit den Schlupfwespen, mangels Nahrung.

Das steigende Umweltbewusstsein der Menschen lässt die Hemmschwelle für diese ungewohnte, aber sinnvolle Methode zunehmend sinken, und die Umsätze der AMW Nützlinge steigen.

AMW Nützlinge GmbH Die Lebensmittelmotte
Der Spiegel

2 Responses

  1. na ja…ich frag mich gerade was ich lieber möchte:wespen oder motten?
    wenn möglich nichts von beidem:-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.